Uwe Genz
Wenn Wille ein Gesicht hat, dann das von Uwe Genz.
Abteilungsleiter Reifenproduktion, 1,90 Meter groß, Schritte denen man kaum folgen kann, fester Handgriff. Wenn es irgendwo klemmt und Genz ist da, weiß man:
Das Problem ist gleich gelöst. Indem er anpackt – oder zum Telefon greift, das unermüdlich klingelt, wenn er nicht gerade selbst eine Kurzwahl eintippt.
Vorwärtsdrängend wie die Maschinen in den Hallen neben seinem Büro, das wie eine Puppenwohnung wirkt, wenn er hinter seinem Schreibtisch steht. Vielleicht viermal vier Meter groß ist der Raum, Genz sichtlich mehr Gast als Besitzer. Seine Aufgabe? Die richtigen Leute zur richtigen Zeit an den richtigen Ort zu bringen. Damit die Produktion funktioniert. „Reibungsfrei funktioniert.“ Prozessanalyse ist für seinen Job wichtig: Wie funktioniert was, was und wen brauche ich wann und wo.
Er verteilt das Personal auf die vier Schichten im Fürstenwalder Werk. Denn für Pneus braucht man auch 2010 eine Menge Manpower, Reifenherstellung ist viel Handarbeit. Das bedeutet Zupacken, das hat Genz gelernt. Seit 1979 im „Reifenwerk“. Einstieg mit 18, seitdem Aufstieg. „Ich habe an der Maschine angefangen.“ Dann Industriemeister Plast- und Elastverarbeitung. Genz sagt natürlich nicht „Elastverarbeitung“, sondern nur „Elast“. Später Maschinenführer, Schichtleiter, Teamleader. Vom Rädchen zum antreibenden Rad. Sein Antrieb: „Einfacher. Schneller. Besser. Vielleicht noch Geld dabei sparen.“ Und die Freude, wenn ein neuer BMW X5 irgendwo steht. Die Reifen für die Erstausstattung kommen hier aus der Produktion.
