Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Unfallprävention – unsere wichtigsten Anliegen
Im Umgang mit unseren Mitarbeitern legen wir allergrößten Wert auf den Schutz ihrer Gesundheit. So war die Initiative zur Arbeitssicherheit „No one gets hurt“, auf Deutsch: „Gesund nach Hause“, die Goodyear 2003 gründete, ein konsequenter Schritt. In den Bereichen Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und Unfallprävention werden in unseren deutschen Werken zahlreiche Projekte umgesetzt, durch die das Arbeiten im Werk und im Büro noch sicherer werden soll. Denn nur gesunde Mitarbeiter sind effektiv und motiviert.
Global Safety Leadership Award
Herausragende Leistungen im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz wollen wir entsprechend würdigen. Der Goodyear-Konzern vergibt deswegen jährlich den Global Safety Leadership Award. Kriterien sind dabei Führungsverhalten, Ergonomie, persönliches Verhalten, vorbeugende Wartung und die Einhaltung der Arbeitssicherheitsvorschriften. Die ausgezeichneten Werke sollen darüber hinaus eine drastische Reduzierung von Arbeitsunfällen vorweisen können. Unter den deutschen Werken erfüllte Fulda die strengen Richtlinien bereits und wurde zum Vorbildstandort der westeuropäischen Werke ernannt.
Wohlbehalten in den Feierabend – Tag für Tag
Das Ziel der Goodyear-Dunlop-Gruppe: Jeder Mitarbeiter soll am Ende seines Arbeitstages wohlbehalten nach Hause gehen können. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, doch die Arbeit an Maschinen birgt Risiken. Doch die können durch gezielte Maßnahmen und Schutzeinrichtungen auf ein Minimum reduziert werden.
Vier Säulen der Arbeitssicherheit
Das Goodyear-Dunlop-Sicherheitsprogramm basiert auf vier Säulen:
- Ergonomie
- Führungsverhalten
- Mitarbeiterverhalten
- Maschinensicherheit
Ergebnis soll sein, Unfällen aller Art – von der Schnittwunde bis zu schweren Verletzungen – vorzubeugen und Risiken zu minimieren.
Ergonomie am Arbeitsplatz
Erste Säule der Arbeitssicherheit ist die Gestaltung unserer Arbeitsplätze nach ergonomischen Gesichtspunkten. So können wir die Arbeitsbelastung des menschlichen Bewegungsapparates für unsere Mitarbeiter so gering wie möglich halten. Hebehilfen, Hubtische und motorbetriebene Transporteinrichtungen sind nur einige Beispiele dafür. Aber auch mit kleinen Veränderungen am Arbeitsplatz lassen sich mühevolle Bewegungen leichter ausführen. Beispielsweise reicht es schon aus, einen für den Mitarbeiter ungünstig angebrachten Messerhalter mit wenig Aufwand in die ergonomisch korrekte Position zu bringen, um den Mitarbeiter zu entlasten. Unsere Bemühungen für unsere Mitarbeiter wurden in allen deutschen Werken durch unabhängige, externe Fachexperten des Humantech-Instituts anerkannt und 2007 mit dem Titel „Ergonomic Center of Excellence" (Ergonomiekompetenzzentrum) ausgezeichnet.
Führungsverhalten setzt Maßstäbe
Besondere Bedeutung kommt der zweiten Säule der Arbeitssicherheit, dem Führungsverhalten, zu. Unsere Führungskräfte und unsere Mitarbeiter im Management nehmen ihre Vorbildfunktion verstärkt wahr und machen den hohen Stellenwert der Arbeitssicherheit innerhalb der täglichen Abläufe deutlich. In den Werken finden tägliche Rundgänge der Bereichs- und Qualitätsleiter, der Schichtleiter, der Leiter der Instandhaltung und der Sicherheitsfachkräfte statt. Nach dem Zufallsprinzip oder einem Begehungsplan wählen sie eine Maschine oder einen Bereich aus, prüfen diese und führen Gespräche mit Mitarbeitern, Vorarbeitern oder Meistern. Sicherheitswidrige Zustände und sicherheitswidriges Verhalten werden direkt angesprochen und sanktioniert. Dieses Vorgehen zeigte bereits schnell Erfolg: Das Sicherheitsverhalten der Mitarbeiter verbesserte sich dank der internen Kontrollgänge stark und die Unfallzahlen gingen zurück.
Mitarbeiterverhalten und regelmäßige Schulungen
Das Mitarbeiterverhalten ist die dritte Säule des Programms. Hierzu gehört das Einhalten klarer Vorschriften wie etwa das Tragen von Schutzkleidung. Potenzielle Risikofaktoren bei der Arbeit mit Maschinen sind offene Jacken, Uhren und lange offene Haare. Sie dürfen daher nicht getragen werden. Die Sicherheitsfachkräfte, Sicherheitsbeauftragten und die Vorgesetzten achten auf die Einhaltung der Vorschriften. Ein weiteres Element sind Schulungen, zum Beispiel im Bereich Erste Hilfe. Die Mitarbeiter sollen lernen, im Ernstfall schnell zu reagieren und so möglicherweise Leben zu retten.
Modernste Technik für die Maschinensicherheit
Unsere Maschinenparks sind auf dem neusten Stand der Technik. Mit modernster Sicherheitstechnik, wie Laserscannern oder Lichtschranken, setzen wir das Konzept der willensunabhängigen Absicherung um. Mitarbeiter können im Normalbetrieb nicht mehr von einem sich bewegenden Maschinenteil erfasst werden. Auch unsere älteren Maschinen haben wir dementsprechend umgerüstet, so dass jetzt unser gesamter Maschinenpark diesen hohen Sicherheitsstandard erfüllt.
Zertifizierte Sicherheitsstandards
Unsere deutschen Werke unterziehen sich einmal jährlich Audits durch externe Experten. Sie führen Prüfungen in den Bereichen Arbeitssicherheit, Umweltschutz und Qualität durch. In Gesprächen mit Werksleitung und Abteilungsleitern informieren sich die Auditoren über mögliche Gefahrenquellen und konzentrieren sich vor allem auf die Sicherheitsstandards in der Produktion. Die erteilten Zertifikate entsprechen dem internationalen Standard OHSAS 18001, der weltweit einheitlich Arbeitssicherheit gewährleistet. Unter dem Dach dieses weltweiten Arbeitssicherheitsprogramms bündeln wir neben Audits, Mitarbeiterschulungen und Sicherheitseinrichtungen an den Maschinen auch den Einsatz von Werksärzten, Sanitätsstationen und Defibrillatoren.
