Erfolge in allen Werken
Alle unsere Werke haben den Energie- und Wasserverbrauch sowie die Abfallmenge in den vergangenen Jahren deutlich verringert. Möglich wird diese Reduktion durch die Auswahl von Verfahren, Anlagen und Maschinen mit der besten für uns verfügbaren Technik.
Zudem betreiben wir ein aktives Risikomanagement zur Vermeidung von Umweltschäden: Goodyear Dunlop hat ein Verfahren eingerichtet, um auf Umweltunfälle schnell und angemessen reagieren zu können. Damit werden Abweichungen vom Normalbetrieb frühzeitig erkannt und Einwirkungen auf die Umwelt so gering wie möglich gehalten. Durch Instandhaltung, präventive Messungen und kontinuierliche Überwachung unserer Maschinen und Anlagen können wir Qualitätsrisiken, Umweltschäden und Unfallrisiken minimieren und im besten Falle ausschließen.
Lösungsmittelfrei seit 2010 dank neuer Produktionsverfahren
Alle Werke der Goodyear-Dunlop-Gruppe haben Produktionsverfahren entwickelt, mit denen Weichmacheröle, Trennlösungen und auch Vulkanisationsmittel eingespart werden. Mit dem Verzicht auf Lösungsmittel oder durch das Ersetzen von lösungsmittelhaltigen Stoffen durch Materialien auf Wasserbasis leisten wir seit nunmehr 15 Jahren einen entscheidenden Beitrag zu mehr Umweltschutz in unserem Unternehmen. Eines unserer wichtigsten Ziel, der vollständige Verzicht auf diese Stoffe bis zum Jahr 2010 haben wir erfolgreich abgeschlossen.
Ein gutes Beispiel ist das Werk Hanau. Hier entwickelte ein Mitarbeiterteam eine Vorgehensweise, durch die bei der Wulstherstellung ganz auf Gummilösung verzichtet werden kann. So wird die Anwendung von Lösungsmitteln in der Wulstherstellung drastisch gesenkt. Die Idee: Den Wulst mit den anderen Reifenelementen zu verbinden, indem eine Maschine die einzelnen Teile einfach nur fest zusammendrückt. Die Gummimischungen kleben so selbständig aneinander, so lange sie noch nicht vulkanisiert sind. Seit September 2006 läuft die gesamte Wulstherstellung ohne die Anwendung der Gummilösung ab.
Erfolge auch an anderen Standorten
Auch in Wittlich arbeiten wir daran, die Anwendung von Lösungsmitteln weiter zu reduzieren.
So sind bereits mehrere Verfahren in der Testphase, um ihren Einsatz bei der Produktion von LKW-Reifen so gering wie möglich zu halten. In unserem Werk in Philippsburg arbeiten unsere Mitarbeiter ebenfalls kontinuierlich an der Einsparung von Lösungsmitteln. Im dortigen Logistik- und Distributionszentrum nutzen sie zur Waschung der gelagerten Reifen statt lösungsmittelhaltiger Stoffe jetzt umweltverträglichere Mittel auf Wasserbasis. Einen ähnlichen Schritt gingen unsere Mitarbeiter in Riesa bei der Markierung der Reifen. Sie verwenden dafür nun lösungsmittelfreie Farben. Auch das Werk Fürstenwalde stellte in den vergangenen Jahren in zahlreichen Bereichen die Produktion um und reduzierte dadurch den Einsatz von Lösungsmitteln drastisch.
Verantwortungsvoller Umgang
Ein Großteil der in der Reifenproduktion verwendeten Rohstoffe stellt keine Gefahr für die Umwelt dar: Kautschuk, Füllstoffe, Cord und Stahl sind weder wassergefährdend noch unterliegen sie der Gefahrstoff-Verordnung. Im normalen Betriebsablauf sind somit keine besonderen Schutzmaßnahmen notwendig. In den Anlagen der Goodyear-Dunlop-Werke, in denen wassergefährdende Stoffe verarbeitet werden, wurden dem jeweiligen Gefährdungspotenzial entsprechende Schutzvorkehrungen getroffen. Dazu gehören beispielsweise Auffangwannen, Barrieren, die eine Ausbreitung in den Außenbereich verhindern oder doppelwandige Behälter mit Leckageüberwachung. Unsere Mitarbeiter sind umfassend über eine potenzielle Gefährdung informiert und nehmen an einer jährlichen Einweisung im richtigen Umgang mit den umweltgefährdenden Stoffen teil. Eine Gewässerverunreinigung oder Kontamination des Bodens kann somit im Normalbetrieb sicher ausgeschlossen werden.
